In Deutschland leben rund 2 Mio. Diabetiker, die nichts von ihrer Erkrankung wissen. Das Gleiche gilt für ca. 130.000 Menschen mit einer Nierenschwäche und schätzungsweise 10 Mio. mit einem Leberschaden. Würde man diese Gesundheitsprobleme rechtzeitig erkennen, könnten die Betroffenen einiges tun, um einen schlimmen Krankheitsverlauf zu verhindern. Zum Beispiel durch viel Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung und evtl. das eine oder andere Nahrungsergänzungsmittel. Nach dem Motto „Problem erkannt – Problem gebannt“. Deshalb raten wir Ihnen, folgende Blutwerte einmal im Jahr von Ihrem Arzt kontrollieren zu lassen.
1. Wie viel Zucker haben Sie im Blut?
Laut offizieller Statistik leben in Deutschland etwa 6,5 Mio. Diabetiker, wobei Experten von einer Dunkelziffer von rund 2 Mio. unerkannten Zuckerkranken ausgehen. Mindestens jeder vierte Diabetiker ist über 75, und alljährlich erhalten rund 500.000 weitere Bürger die Diagnose „Diabetes“. Zu den möglichen Folgeerkrankungen der Stoffwechselkrankheit zählen nicht nur Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen, sondern auch schwere Augenerkrankungen, die sogar zur Erblindung führen können.
2. Produziert Ihre Schilddrüse zu vieloder zu wenig Hormone?
In unserer Schilddrüse werden die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) hergestellt, die maßgeblich unseren Stoffwechsel steuern. Sie regulieren beispielsweise Herzfrequenz und Blutdruck, die Darmtätigkeit, unsere Körpertemperatur und ob wir schnell zunehmen oder abnehmen. Wenn mit unserer Schilddrüse etwas nicht stimmt – sei es, dass sie zu viel oder zu wenig Hormone produziert –, so wirkt sich dies auf unseren gesamten Organismus aus. Wer auch bei täglichem Schlemmen nicht zunimmt oder Essen nur anzuschauen braucht, um 1 Kilo mehr auf die Waage zu bringen, leidet möglicherweise an einer Schilddrüsenstörung.
3. Wie flüssig ist Ihr Blut?
Ob Ihr Blut (zu) schnell gerinnt, wie dickflüssig es ist und wie gut es Sauerstoff und Kohlendioxid befördern kann, sind wichtige Parameter zur Beurteilung Ihres Herzrisikos.
4. Tobt in Ihrem Körper womöglich eine Entzündung?
Chronische Entzündungen, die zwar keine akuten Symptome hervorrufen, können dennoch zu einer Vielzahl von Krankheiten führen, unter anderem zu Diabetes, Krebs und Herzinfarkt. Die Bestimmung des CRP-Werts eignet sich besonders, um solchen versteckten Entzündungen auf die Spur zu kommen.
5. Haben Sie Ihrer Leber manchmal zu viel zugemutet?
Unsere Leber wiegt etwa 1,5 kg und ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan, das uns mit dem „Treibstoff “ Glukose versorgt, die meisten Bluteiweiße bildet, Fette zur Verbrennung aufbereitet und giftige Stoffe in unserem Körper unschädlich macht. Ohne funktionierende Leber geht gar nichts, ohne sie sind wir dem Tod geweiht. Auch wenn Sie nicht oft Medikamente einnehmen oder wenig Alkohol trinken, kann die Leber Schaden nehmen.
6. Bekommen Sie ausreichend Tageslicht oder essen Sie genug Fisch?
Spätestens Ende des Winters haben 57 % der Erwachsenen in Deutschland zu wenig Vitamin D im Körper. Besonders ausgeprägt ist der Mangel bei Älteren und allen, die aus gesundheitlichen Gründen wenig nach draußen kommen. Ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel ist zumindest mitverantwortlich für Brust-, Darm- und Prostatakrebs, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und aller Wahrscheinlichkeit nach auch für Demenz und Allergien.
7. Wie fit sind Ihre Nieren?
Einschränkungen der Nierenfunktion sind mitverantwortlich für Bluthochdruck, der wiederum Herzinfarkt und Schlaganfall fördert. Zudem müssen viele Medikamente niedriger dosiert werden, wenn die Nieren ihre Filterfunktion nur eingeschränkt erfüllen. Ein Wert, den Ihr Arzt kennen sollte!



